Parlamentarischer Abend mit dem FrauenRat NW

Es ist kaum zu glauben, aber ein Abend mit dem Netzwerk von rund 70 Frauenverbänden und Frauengruppen in Nordrhein-Westfalen, der Vertretung von 4 Millionen Frauen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen - dieser Abend am 27. Mai 2009 stellte tatsächlich eine Premiere dar. Natürlich war der FrauenRat mit seinem kompletten Vorstand vertreten, neben Patricia Aden waren das Maria Opterbeck und Roswitha Damen.
Der FrauenRat Nordrhein-Westfalen ist der "Verband der Verbände" und hat die schwierige Aufgabe, die unterschiedlichsten Interessen zu bündeln und umzusetzen.Wie schon gesagt: von rund 70 angeschlossenen gewerkschaftlichen, konfessionellen und überkonfessionellen Berufsverbänden, Verbänden in den Bereichen Kirche, Kultur und Sport sowie parteigebundene Organisationen.
Wir Frauen wissen nur zu gut: Noch immer bedarf es großer Anstrengungen, um dem Gleichheitsgebot unserer Verfassung, aber auch dem Recht für Frauen und Männer auf freie Entfaltung der Persönlichkeit tatsächlich Geltung zu verschaffen.
Das Geschlecht ist nach wie vor ausschlaggebend über berufliche Positionen, Macht und Erfolg - und zwar unabhängig von der individuellen Qualifikation und Leistung. Weder in Vorstandsposten noch im Geldbeutel zahlt sich der weibliche Bildungsvorsprung bisher aus. Immer noch klafft eine große Lücke zwischen Grundgesetz und Wirklichkeit. Das Frauenthema ist also noch nicht "erledigt"! Es ist und bleibt Zukunftsthema.
Für eine wirkliche Chancengleichheit sind wir deshalb auf einen breiten gesellschaftlichen Dialog angewiesen - selbstverständlich unter Einbeziehung des vielfältigen gleichstellungspolitischen Sachverstandes in Verbänden, Organisationen und Institutionen - wie er im FrauenRat Nordrhein-Westfalen reichlich vorhanden ist. Wir brauchen Frauenverbände, in denen sich Frauen aus allen Lebensbereichen zusammenfinden, um Erfahrungen auszutauschen, Anregungen zu geben, gemeinsame Strategien und Aktionen zu entwickeln.
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