Traditioneller Karnevalsempfang im NRW-Parlament


Über 90 Prinzenpaare, Dreigestirne und Lieblichkeiten aus allen Regionen von Nordrhein-Westfalen konnte ich am 11. Februar 2009 in Düsseldorf im Landtag begrüßen. Hier sind meine Begrüßungsworte:

Ob aus Oche, aus Warburg, aus Bilstein und Düren,
aus Goch, Neuss und Walsum - wir Freude verspüren.
Selbst aus dem fernen Ennigerloh,
Prinz Frank der Erste macht uns heute froh.
Aus Lage und Lohmar - und wer hätte gedacht,
dass der Steinheimer Prinz seine Aufwartung uns macht.
Auch ob aus Datteln und Dorsten, aus Beckum und Herne,
seid herzlich willkommen - wir empfangen euch gerne.
Und als Krönung des Ganzen, ich find es enorm,
 

Mümmelprinz und -prinzessin aus Paderborn.
Eine Blick durch die Halle, und ich gerate ins Schwärmen
NRW das heißt Vielfalt! Davon kann man lernen.

Lasst mich kurz blicken zurück auf 2008,
da hat es so manchmal ganz ordentlich gekracht.
Schwarz gegen rot, blaugelb gegen grün,
die Matadore in die Redeschlacht zieh'n.
Im Plenarsaal ging es hoch her - mal wieder,
rüde Worte, die prasselten hernieder,
gesprochen von Papke, von Löhrmann und Remmel:
"Sie Schwindler, Sie Unhold, Sie böser Lümmel.
Herr Witzel, mit Inbrunst, tönte doppelt für zwei.
Auch Stahl und Kraft war'n mit Eifer dabei.
Das traf die Regierung ins Fleisch wie ein Dorn.
Die schickte darauf Manni Palmen nach vorn.
Um von der Regierungsbank zu lärmen, zu schimpfen:
"Wir lassen uns von Euch doch nicht verunglimpfen!"
"Von dort zu reden, das ist streng verboten!"
riefen lauthals die Grünen und die Roten.
Das hielt die Decke des Plenarsaals nicht aus,
eine Platte fiel runter, mit Krach, perdauz!
Doch zum Glück: Längst war vorbei die Debatte
und ich nicht viel zu reparieren hatte.
"Alles Gute kommt von oben!" so kenn ich den Spruch.
Das gilt nicht im Landtag, da ist es ein Fluch.
Deshalb mahn ich euch alle: seid friedlich, doch munter -
dann fällt von oben auch nichts mehr herunter.

Ich bin gespannt auf dieses Jahr 2009.
Wen es wird mehr oder weniger erfreu'n?
Bei der SPD ist viel los: Münte für Beck.
Schäfer-Gümbel ist da - Ypsilanti ist weg.
Das war nicht gewollt, hat sich so ergeben,
wie es manchmal so ist im Leben.
Bleiben darf Koch, der vorlaute Hesse,
doch darf er dabei nicht etwa vergesse:
Überlebt hat er nur mit Hilfe der Liberalen.
Die seh' ich jetzt permanent strahlen und prahlen,
vor Saft und Kraft können die kaum noch laufen.
Woll'n den Großen im Ernst noch den Rang ablaufen.
Apropos Kraft:
Kraft gegen Rüttgers, so heißt das Duell.
Das wird sich auch nicht ändern so schnell.

Noch gut ein Jahr, im Mai 2010,
werden wir das endgültige Ergebnis seh'n.
Dann werden wir auch wissen, ob fünf oder vier.
Ich mein: Wie viel Fraktionen sind vertreten dann hier.
Ich sag es ganz ehrlich: Mir würde das stinken!
Wir brauchen sie nicht, die Rechten und Linken.
So, liebe Narren, mit der Politik ist jetzt Schluss.
Ihr dürft feiern und bützen. Für Westfalen: Das heißt Kuss!
Das Programm, es beginnt jetzt. Ich freue mich drauf,
wenn Mariechen tanzt und die Musik spielt auf.
Nach diesen Worten komm ich nun zum Schluss:
Vergesst Eure Sorgen, allen Ärger, Verdruss!
Ein dreifach Hoch auf unser Brauchtum im Winter:
Alaaf und Helau! Eure Regina van Dinther.


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