Jugend-Landtag war ein großer Erfolg


Jugendliche auf den Plätzen der Abgeordneten

Aus ganz Nordrhein-Westfalen waren Jugendliche drei Tage lang im Düsseldorfer Landtag zu Gast. Vom 22. bis 24. Juni konnten sie beim 1. Jugend-Landtag die parlamentarische Arbeit hautnah erleben. Die jungen "Abgeordneten" sammelten Erfahrungen im Plenum und in den Fachausschüssen und wurden dabei vom Landtags-Präsidium „eingewiesen“.
Im Detail lernten die Jugendlichen die parlamentarische Arbeit an diesen drei Tagen kennen: In den Arbeitskreisen der Fraktionen und in den Fachausschüssen tauschten sie ihre Argumente zu den Themen des Jugend-Landtags aus. In zwei öffentlichen Anhörungen hörten sie eingeladene Experten zu den Themen des Jugend-Landtags. Sogar der „Jugend-Ältestenrat“ musste einberufen werden, als eine Fraktion eine „Aktuelle Stunde“ beantragte.
Aber auch der Spaß kam nicht zu kurz: Am Montagabend (23. Juni), beim "Parlamentarischen  Abend" nutzten viele Jugendliche die Gelegenheit für ein Foto mit „ihrem“ Abgeordneten, der ihnen den Platz im Plenum überlassen hatte. So traf van Dinther hier auch die jugendliche „Präsidentin“ Lisa Neumann aus ihrem Wahlkreis, welche ihr gleich zahlreiche Fragen stellte. Spät in der Nacht, als einige immer noch in verschiedenen Ecken des Landtags an ihren Reden feilten, baten einige Jugendliche die Präsidentin, das Dienstauto sehen zu dürfen. Kein Problem mich: Ich richtete gleich einen Pendelverkehr ein und fuhr begeisterte Jugendliche vom Landtag zur Jugendherberge. 
Am Dienstag dann stand in einer Plenarsitzung die Abstimmung über die Themen des 1. Jugend-Landtags an. Die Jugendlichen sprachen sich dafür aus, das Verbot wirtschaftlicher Werbung an Schulen aufrecht zu erhalten. Zudem verabschiedeten die Jugendlichen mit den Stimmen aller Fraktionen eine Beschlussempfehlung an den Landtag Nordrhein-Westfalen. Darin fordern sie die verpflichtende Einführung von Jugendparlamenten in den Kommunen, "sofern die Jugendlichen einer Gemeinde den Wunsch danach äußern." Die "Abgeordneten" des 1. Jugend-Landtags forderten außerdem, Jugendlichen ein Stimm- und Initiativrecht in den kommunalen Ausschüssen bei "jugendrelevanten" Themen einzuräumen. Zugleich solle die politische Bildung für Jugendliche sichergestellt und die Arbeit der Jugendparlamente wissenschaftlich evaluiert werden.
Regina van Dinther zog in der anschließenden Landespressekonferenz eine begeisterte Bilanz: „Die Jugendlichen waren diszipliniert und engagiert.“ Auch die Jugendlichen zogen durchweg eine positive Bilanz. Hier einige Stimmen:
Susanne Kaptain (18) aus Kreuzau: "Ich habe heute einen guten Eindruck davon erhalten, wie der Arbeitstag eines Abgeordneten aussieht. Außerdem fand ich es spannend, zu sehen, wie im Landtag beraten und abgestimmt wird."
Chris Maslowski (16) aus Sendenhorst: "Erstaunlich, wie anstrengend ein Tag im Parlament ist! Jetzt weiß ich, wie stressig das Leben eines Abgeordneten sein muss."
Steffen Hünnies (16) aus Werl: "Der Jugend-Landtag hat mir neue Einblicke in das Leben eines Politikers ermöglicht. Außerdem hat mir gefallen, dass wir hier im Parlament auf den Plätzen der Abgeordneten, also auf Plätzen von richtig hohen Leuten, sitzen dürfen."
Inga Piepenbrock (17) aus Gelsenkirchen: "Vorher hatte ich überhaupt keine Ahnung, wie die Arbeit der Abgeordneten im Landtag aussieht. Das ist jetzt anders."
Kai-Timo Mintert (16) aus Lippstadt: "Es ist interessant, wie schnell man sich in die Position einer Partei oder eines Abgeordneten versetzen kann. Ich hätte nicht gedacht, dass zwischen den Fraktionen eine derart große Konkurrenzsituation entstehen kann."
Katrin Kandler (16) aus Heinsberg: "Toll, dass man hier im Landtag so viele politikinteressierte Jugendliche treffen kann. Der heutige Tag hat mir gezeigt, wie zeitaufwendig die Parlamentsarbeit ist. Es ist ein tolles Gefühl, einmal das zu tun, was normalerweise die Abgeordneten erleben. Sonst nimmt man Politik ja größtenteils über die Medien wahr."
Dominik Schulte (16) aus Lippstadt: "Die Abgeordneten müssen einen ziemlich engen Terminkalender haben. Da bleibt wohl keine Zeit für Freizeit."

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