Viele Rosen und viele Fragen
Besuch von Landtagspräsidentin Regina van Dinther
in der Max-Born-Realschule, Dortmund

"Wie können sich Kinder und Jugendliche in die Politik einbringen?", fragte Sina, Schülerin der 10c und bedankte sich anschließend höflich für die Antwort. Ob ihr die Antwort gefiel, blieb dabei unklar - denn die Landtagspräsidentin empfahl ihr, sie solle Ehrenämter in Vereinen und anderen Organisationen annehmen, sich engagieren und in Jugendverbänden schnuppern. "Klassensprecherin ist auch gut, um die demokratischen Prozesse kennen zu lernen!", ermunterte die Landtagspräsidentin, die selbst schon mit 14 Jahren in der katholischen Jugend aktiv war.
Wie wichtig Arbeitsplätze sind, wurde den Abgangsschülern der Realschule im Laufe der Diskussion immer wieder deutlich. So eignete sich auf Saskias Frage ("Was tun gegen Jugendkriminalität?"), auf Parissas Frage ("Was tun gegen Rechtsextremismus?") und auch auf Marinas Frage ("Was tun gegen Kinderarmut?") immer die gleiche Antwort: Arbeitsplätze für die Jugend und Arbeitsplätze für die Eltern seien wichtig, sagte van Dinther, und um diese zu bekommen wiederum Bildung. Schwieriger waren Antworten auf schulspezifische Fragen, die teils aber auch von dem anwesenden Schulkollegium, dem Lehrerrat und der Schulpflegschaft formuliert wurden. So beschäftigte die Schule, dass ein Ersatz für einen Mathe- und Informatiklehrer, der kurzfristig nach Hessen gezogen war, erst nach drei Wochen gefunden worden sei. "Wir haben so viele neue Lehrer eingestellt, dass keiner mehr auf dem Markt ist", sagte van Dinther.
Ein andere Frage der 15- und 16-Jährigen war, warum das 4. Wahlpflichtfach bei den zentralen Abschlussprüfungen nicht berücksichtigt werde.
Die Präsidentin versprach, im Schulministerium nachzufragen und die Antwort nachzuliefern. In Begleitung von Harald Schartau, MdL, ging es anschließend zum Oberbürgermeister der Stadt Dortmund. Dr. Gerhard Langemeyer hatte ein Goldenes Buch zum Eintrag vorbereitet, das seinem Namen alle Ehre machte: es funkte und glänzte golden - und der bis dahin letzte Eintrag stammte von Literaturpreisträger Rafi Schami.
(Text und Fotos: Doro Dietsch/ Landtag NRW)
Wenn die Landtagspräsidentin vorfährt, werden erst einmal Handys gezückt und damit Fotos gemacht...

Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Dortmund: rechts Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer.
